Sehenswürdigkeiten in Griechenland 2017-06-18T03:35:30+00:00

Vieles in Griechenland lässt sich mit „sehenswert“ charakterisieren und entstammt der wechselreichen und weit bis in die Antike zurückreichenden Geschichte des Landes. Die zahllosen griechischen Sehenswürdigkeiten laden Kulturinteressierte ein, auch einmal einen Bildungsurlaub in Griechenland zu verbringen und die Geschichte zu Landes kennenzulernen.

An archäologisch wertvollen und damit kulturhistorisch interessanten Zielen und Sehenswürdigkeiten mangelt es Griechenland jedenfalls nicht. Die Akropolis ist nur eines von vielen Beispielen für Sehenswürdigkeiten, die Einblick in die Kultur von Griechenland geben. Sie stehen in allen Touristenführern und sind dementsprechend oft überlaufen. Ergänzend dazu gibt es viele Museen, die Hintergrundwissen liefern und Fundstücke präsentieren. Das Angebot an Sehenswürdigkeiten in Griechenland ist gross. Die touristische Infrastruktur in Griechenland und den vielen Urlaubsinseln ist zum Teil sehr gut ausgebaut. So findet man auf der Reise durch Griechenland vielerorts Ruhe, Erholung und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Bevölkerung.

Sehenswert sind in Griechenland auch weitaus jüngere Bauwerke. Etwa die im venezianischen Stil erbauten Kirchen und die weißen Windmühlen auf vielen Inseln oder der Kanal von Korinth. Auch ganze Landstriche lohnen einen Besuch, ebenso wie Dörfer, in denen Tradition noch gelebt wird. Sowohl bei uns hier, als auch auf weiteren Seiten im Internet finden Sie viele Anregungen und Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten in Griechenland, die es sich zu besuchen lohnt. Es reicht aber auch, die Augen offen zu halten, um viel Sehenswertes zu finden. Denn alles, was fasziniert, modern, alt, natürlich oder künstlich, ist auch sehenswert.

Athos

Frauen sind in der Mönchsrepublik Athos auf dem gleichnamigen heiligen Berg nicht erwünscht. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere. Sie haben nur die Möglichkeit, sich von außen, bei einer Fahrt die Küste entlang, einen Eindruck von der Schönheit dieses Landstrichs zu machen.

Athos liegt auf einem der „Finger“ der Halbinsel Chalkidiki. 20 Klöster wurden hier gegründet. Byzantinische Mönche waren die ersten, die sich im Jahr 963 niederließen. Mönche aus Rumänien, Russland und Serbien folgten ihrem Beispiel. Einige Mönche haben sich auch in die Einsamkeit der Hänge des Athos zurückgezogen und leben dort unter anderem in Höhlen. Um die Klöster haben sich kleinere Siedlungen, Skiten genannt, gebildet. Die Häuser für Mönche heißen Kalivia, die für Siedler Kellia. Ausländische Männer dürfen Athos nur für einen begrenzten Zeitrum und auch nur mit Genehmigung betreten, sofern sie das 21. Lebensjahr vollendet haben.

Die orthodoxe Mönchsrepublik mit ihren etwa 2000 Bewohnern, bekannt auch für die Ikonen, die hier seit dem Mittelalter gemalt werden, ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Mani

Der Mittelfinger der Peloponnes, Mani, gilt als besonders unwegsam und ist nur über Kalamáta und Gíthion zu erreichen. Unterteilt wird das vom 2400 Meer hohen Taygeto-Gebirge überragte Gebiet in die innere und die äußere Mani.

Viele Menschen haben die Gegend gerade deshalb zu ihrer Heimat gemacht, weil sie nur schlecht erreichbar ist. Sie suchten Schutz, nicht nur vor fremden Angreifern, sondern auch vor Kämpfen untereinander. Selbst Piraten schätzten die Abgeschiedenheit und die vielen Rückzugsmöglichkeiten in dem zerklüfteten Gebieten. So entstanden beinahe festungsartige Siedlungen, in denen in erster Linie stark befestigte Wohntürme gebaut wurden. Viele sind im Laufe der Jahre verfallen. Andere sind heute Ferienhäuser und Hotels, die einen ganz besonderen Urlaub versprechen.

Sehenswert sind in der Mani viele der Kirchen und Kapellen. Dabei erreichte das Christentum die Region erst im 9. Jahrhundert. Eine Besonderheit ist auch die Tropfsteinhöhle von Pírgos Diru. Sie kann mit Kähnen befahren werden. Der Fluss ist an einigen Stellen bis zu 300 Meter tief.

Akropolis in Athen

Sie ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in ganz Griechenland und wurde 1986 von UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet: Die Akropolis, die sich auf einem 156 Meter hohen Felsen über den Dächern der Hauptstadt Athen erhebt.

Zwar gibt es in Griechenland mehr als eine Akropolis, worunter eine Festung am höchstgelegenen Punkt einer Stadt verstanden wird. Die in Athen ist allerdings herausragend. Vieles von dem, was heute noch zu sehen ist, wurde erst im fünften Jahrhundert vor Christus geschaffen, nachdem die ursprüngliche Akropolis zu großen Teilen zerstört worden war. So entstanden die Prophyläen. Sie sind die Torbauten, mit einer dreiflügeligen Halle mit sechs Säulen. Von hier gelangte man in das Heiligtum mit dem Erechteion, einem im ionischen Stil erbauter Tempel, dem Nike-Tempel als kleinstes Bauwerk und dem Parthenon-Tempel.

Für die Architektur des von Perikles initiierten Bauwerkes zeichneten der Bildhauer Phidias, Iktinos, Kallikrates und Mnesikles verantwortlich. Zu besichtigen ist die Akropolis gegen Gebühr von April bis Oktober von 8 bis 19 Uhr und von November bis März in der Zeit von 8.30 bis 17 Uhr.

Mistras

Unter vier Stunden schafft man es nicht, Mistras zu erkunden. Dafür gibt es zu viel zu sehen. Die Landschaft und die Bauwerke mit ihrer Vielfalt an Kunstwerken sind einzigartig und laden zu stundenlangen Spaziergängen ein. Wer schon einmal da war, ist begeistert und rät zu festen Schuhen und mindestens einer Flasche Wasser im Gepäck.

Denn alleine zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mistras sind 300 Höhenmeter zu bewältigen, für die allerdings auch ein Bus oder Taxi genommen werden kann. Der Aufwand und die Mühen lohnen sich. In der byzantinischen Ruinenstadt können die Kapelle St. George, das Peribléptos-Kloster, die Ruine Phrangópoulos, das Pantanássa-Kloster, die Palastruine mit der Kloster- und Palastkirche St. Sophia aus dem 14. Jahrhundert sowie St. Theodóroi Hodeghétria besichtigt werden.

Viele der Bauwerke zeugen noch heute vom einstigen Reichtum der Herrscher, den Statthaltern des byzantinischen Reiches. Alleine die Wandmalereien sind Zeugnisse einer erhabenen Kultur. Bis zu 40.000 Menschen lebten hier einst. Selbst in Goethes Faust II. spielt Mistras eine Rolle.

Olympia

Bekannt ist Olympia, heute beliebtes Ausflugsziel, vor allem für seine sportlichen Wettbewerbe, die seit 776 vor Christus nachweisbar sind und sich anfangs ganz aufs Laufen konzentrierten. Der Ort ist ein Zeus geweihtes Heiligtum, bei dem Archäologen weit mehr als nur ein Stadion fanden. Zentrum ist der Heilige Hain von Olympia, die Altis.

Hier sollen teilweise bis zu 69 Tempel und Altäre gestanden haben, um den Göttern Opfer darzubringen. Die heute bekannten Bauwerke entstanden im vierten Jahrhundert vor Christus, die Anlage selbst wird auf das 10. Jahrhundert vor Christus datiert. Zu den wichtigsten Stätten gehören der Heratempel, das Heraion, der Zeustempel und das Stadion. Der Heratempel aus der Zeit um 600 vor Christus wurde bereits knapp zweihundert Jahre später durch ein Erdbeben zerstört. Er war rund 50 mal 19 Meter groß und bestand aus einer Ringhalle, getragen von anfangs hölzernen, später steinernen Säulen.

Etwas größer, ebenfalls als Ringhallentempel angelegt, war der Bau zu Ehren Zeus. 64 mal 28 Meter maß er am Treppenansatz. Die Laufbahn des Stadions war rund 192 Meter lang. Auf den Graswällen um das Stadion konnten bis zu 45.000 Zuschauer das Geschehen verfolgen.

Epidaurus

Die Gegend um Epidaurus ist seit dem dritten Jahrtausend vor Christus besiedelt. Berühmtheit erlangte sie aufgrund des sehr gut erhaltenen Theaters als Bestandteil der dem Heilgott Asklepios gewidmeten Kultstätte.

Sind es heute kulturelle Interessen, die Menschen nach Epidaurus führen, wo in den Sommermonaten klassische Dramen aufgeführt werden, war es in der Antike der Wunsch nach Heilung. Um den heiligen Bezirk zu erreichen, mussten zuerst zwei Säulenhallen durchschritten werden, die Propyläen. Nach einer kultischen Reinigung und einem Opfer an Apollon, legten sich die Besucher zum Schlaf im Abaton. Das 21 mal 24 Meter große Gebäude ist das älteste der Anlage. Hier soll Asklepios den Menschen im Traum die richtige Heilmethode genannt haben, die von den Priestern schließlich umgesetzt wurde.

Untergebracht waren die Patienten im Gästehaus, das für 160 Menschen ausgelegt war. Das Theater diente der Unterhaltung und damit ebenfalls der Heilung. Der im dorischen Stil erbaute Tempel des Asklepios, die Tholos, deren Funktion bislang noch strittig ist, und das Stadion, in dem die Panhellenischen Spiele stattfanden, sind weitere Gebäude von Epidaurus.

Metéora Felsens

Mit Einsiedeleien fing es im 10. Jahrhundert an, jetzt sind es 24 Klöster, die an den Metéora-Felsen im Pindos-Gebirge nahe Kalampaka mit Kunst und einer berauschenden Landschaft Touristen begeistern.

Doúpiani war das erste Kloster, in dem sich eine Gemeinschaft bildete. Mit Metamórphosis, gegründet vom heilig gesprochenen Mönch Athanasios, seinem Ziehvater und 14 anderen Mönchen, wurde der eigentliche Grundstein des Klosterlebens an den Felsen gelegt. Schon früh wurden den Mönchen Privilegien gewährt. Auch die finanzielle Unterstützung sorgte dafür, dass sich immer mehr Klöster bildeten. Einige von ihnen waren nur per Seilwinde zu erreichen und boten somit nicht nur Schutz, sondern auch Ruhe. Die UNESCO hat die Metéora-Klöster zum Weltkulturerbe erklärt. Sie sind heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Viele Klöster, die nicht verfallen und noch bewohnt sind, stehen Besuchern offen. Einzuhalten ist eine Kleiderordnung. Klöster an den aus Konglomeratsandstein bestehenden Metéora-Felsen, in denen noch Mönche leben, sind: Metamórphosis, Varlaám, Rousánou, Agía Triáda, Agios Stéfanos und Agios Nikólaos Anapavsás.

Kanal von Korinth

Die Ideen, den Saronischen Golf mit dem Korinthischen Golf mittels eines Kanals zu verbinden, keimten seit 2600 Jahren. Doch erst 1881 machte man sich an die aufwändige Arbeit. Zuvor hatten sich schon Berühmtheiten wie Caesar oder Nero Gedanken über ein solches Projekt gemacht, mit dem die Schifffahrt sich die Fahrt um die Halbinsel Peloponnes ersparen sollte.

Eine damals gefährliche Strecke von immerhin 400 Kilometern, die mit dem Kanal von Korinth auf 6,3 Kilometer verkürzt wird. Er entstand an der schmalsten Stelle des Isthmos von Korinth. Bis zu 84 Meter tief musste durch das Gestein der Landenge gegraben werden, um schließlich einen an der Oberfläche 24 Meter breiten und rund acht Meter tiefen Kanal zu schaffen. Bis 1893 dauerte es, ehe die Arbeiten abgeschlossen waren und die ersten Schiffe die Abkürzung nutzen konnten.

Mittlerweile sind es hauptsächlich Fähren und Touristenschiffe, die den Kanal befahren, da er für größere Schiffe nicht geeignet ist. Fotografen bieten sich von den Brücken, die den Kanal überspannen, phantastische Ausblicke. Auch von den Booten selbst bietet sich so nahe am Gestein, ein toller Blick.

Delphi

Mittelpunkt der Welt war für die Menschen der Antike Delphi. Um den Ort in Mittelgriechenland, am Parnass gelegen, ranken sich viele Mythen. Die geflügelte Schlange Python, geboren von Erdmutter Gaia und versehen mit der Fähigkeit Hellzusehen, soll hier gelebt haben und von Apollon getötet worden sein.

Bekannt ist Delphi, dessen Ausgrabungsstätten zum Weltkulturerbe gehören und zu den beliebtesten Ausflugszielen gehören, für sein Orakel. Als einzige Frau durfte die Priesterin Pythia den Tempel des Apollon betreten und als Medium des Orakels wirken. Dabei saß sie über einer Erdspalte auf einem Dreifuß. Die Weissagungen des Orakels waren für viele Herrscher, so Krösus, ausschlaggebend für ihre Entscheidungen.

Weltruf genießt das archäologische Museum von Delphi. Hier werden die Funde der Ausgrabungen präsentiert, darunter so wertvolle Statuen wie die des Wagenlenkers von Delphi oder der Omphalos. Entdeckt wurden bei den Arbeiten viele Schatzhäuser, der Apollon-Tempel, der einst 38 dorische Säulen hatte, ein Theater mit Platz für 5000 Zuschauer und das Heiligtum der Athena Pronaia.

Vikos Schlucht

Zehn Kilometer lang und bis zu 1000 Meter tief, ist die Vikos-Schlucht im Pindos-Gebirge eines der am meisten beeindruckenden Naturphänomene in Griechenland. Den schönsten Blick bieten die natürlichen Balkone.

Einige davon sind in Monodéndri, einem Dorf direkt an der Schlucht, vorhanden. Auch von Vradeto aus gibt es einen Weg, der an drei dieser Aussichtspunkte endet. Das Panorama, das sich zu den Füßen der Besucher ausbreitet, ist unvergesslich und geprägt von unberührter und wilder Natur. In der Schlucht bahnt sich der Fluss Voidomátis seinen Weg, über den mehrere steinerne Brücken führen. Von Monodéndri aus lässt sich die Vikos-Schlucht auch durchwandern. Der Weg ist ausgeschildert. Ziel ist das Dorf Víkos. Die Tour führt über einen Wanderweg, der eine ganz neue Perspektive eröffnet.

Mindestens sieben Stunden müssen für die Wanderung voller Eindrücke einkalkuliert werden. Dem Verhältnis von Tiefe und Breite hat die Vikos-Schlucht es im Übrigen zu verdanken, dass sie es als tiefste Schlucht der Welt in das Buch der Weltrekorde geschafft hat.