InselnText 2017-10-02T20:08:30+00:00

Die Inseln stehen auf der Rangliste der beliebtesten Urlaubziele in Griechenland schon seit Jahren auf den ersten Plätzen. Kein Wunder, bieten sie doch alles, was des Urlaubers Herz begehrt. Für die jüngeren Urlauber gibt es viele Orte, in denen tagsüber am Strand und des Nachts in den Bars und Cafes gefeiert wird.

Jede Insel hat ihren eigenen Charme und bietet oft für die verschiedensten Interessen die passende Lösung. Wenn man an Sehenswürdigkeiten interessiert ist, findet man diese auf den meisten griechischen Inseln. Aber auch Klettern und Wandern ist auf vielen Inseln Griechenlands möglich. In diesem Sinne ist jede Inselgruppe für alle Interessen geeignet. Und wem der Urlaub auf nur einer Insel von Griechenland zu langweilig ist, kann sich dank der vielen Fährlinien und teils auch Flugverbindungen bequem von Insel zu Insel bewegen.

Zwar sind nicht alle griechische Inseln für den modernen Massentourismus eingerichtet. Dafür bemühen sich nahezu alle, ihre Tradition mit den Wünschen der Urlauber auf einen Nenner zu bringen und den Fremdenverkehr voranzutreiben. Und genau das macht den Reiz gerade der kleineren Inseln aus, die Ruhe ausstrahlen und oft als Geheimtipps gehandelt werden.

Ostägäische Inseln

Zu den ostägäischen Inseln gehören Chios, Fourni, Ikaria, Lesbos, Psara, Samos und Thymena, die den südlichen Sporaden zuzurechnen sind. Wie bei fast allen ägäischen Inseln, die ihren Namen vom mythischen König Aigeus haben, spielte in der Antike die Kultur eine wichtige Rolle.

So lebte und arbeitete auf Lesbos beispielsweise die erste antike Dichterin, Sappho von Lesbos. Pythagoras war auf Samos aktiv und entwickelte hier den nach benannten mathematischen Satz zu rechtwinkligen Dreiecken. Die zwischen Griechenland und der Türkei gelegenen Inseln im Mittelmeer haben sich alle mehr oder weniger auf den Tourismus eingestellt. Gerade die größeren Inseln wie Lesbos werden täglich angeflogen, in den Sommermonaten vermehrt, und haben sich zu Touristenzentren entwickelt.

Inseln, die über keinen eigenen Flughafen verfügen, sind sehr gut über die Fährverbindungen zwischen den einzelnen Inseln angebunden. Touristisch interessant sind neben der oft bergigen Landschaft und den Sand- und Kieselstränden die vielen Überreste aus der Antike, darunter Thermen und Tempel.

  • Chios
  • Ikaria
  • Lesbos
  • Samos

Nordägäische Inseln

Die nordägäischen Inseln gehören wie die ostägäischen Inseln zu den südlichen Sporaden. Sie werden auch als thrakische Inseln bezeichnet, da sie zur Region Thrakien zählen. Sie sind wie viele der griechischen Inseln eng mit der Mythologie verknüpft.

Auf der Insel Limnos, 476 Quadratkilometer groß, soll Hephaistos seine Schmiede gehabt haben. Der Ort Poliochni auf Limnos ist seit über 5000 Jahren besiedelt. Bekannt ist die Insel für die Festung, die von den Rittern nach dem vierten Kreuzzug hier errichtet wurde. Erheblich kleiner ist die Insel Agios Efstratios, die 30 Kilometer von Limnos entfernt ist. Ihre Fläche beträgt nur 42 Quadratkilometer. Im Gegensatz zu den anderen nordägäischen Inseln spielt der Tourismus hier keine Rolle, dafür die Landwirtschaft.

Sie ist auf allen zur Inselgruppe gehörenden Eilanden immer noch einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren, gleich ob Wein, Oliven oder Gretriede angebaut wird. Lohnenswert ist ein Besuch auf jeder der Inseln, die sich nicht nur durch kulturhistorisch interessante Stätten, sondern vor allem dadurch auszeichnen, dass sie eher gebirgig sind.

  • Samothraki
  • Thassos

Ionische Inseln

Antipaxos, Korfu, Kythera, Antikythera, Lefkada, Ithaka, Kephalonia, Paxos und Zakynthos sind die ionischen Inseln, die innerhalb Griechenlands eine eigene Verwaltungsregion bilden. Sie liegen dem Namen gemäß im ionischen Meer und waren bis 1797 Teil der Republik Venedig, wovon noch heute eine Vielzahl von Kirchen im venezianischen Stil zeugen.

Erst 1864, nach russischer und britischer Besatzung, kamen die ionischen Inseln unter griechische Herrschaft. Jede der Inseln hat ihre eigenen Besonderheiten. Mal sind es vom Aussterben bedroht Meeresschildkröten, mal ideale Surfgebiete oder aber Sehenswürdigkeiten, die auf eine Jahrtausend alte Geschichte verweisen. Viele der Inseln sind zudem eng mit der griechischen Mythologie verknüpft, mit Namen wie Poseidon, der sich ein Liebesnest schuf, oder Odysseus.

Gerade die kleineren unter den ionischen Inseln haben sich ihren ureigenen Charakter bewahrt, verschließen sich aber nicht gänzlich dem Tourismus, der überall zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren geworden ist.

Kykladen

Über 220 Inseln gehören zu den Kykladen im Ägäischen Meer. Der Name steht für Ringinseln und hat seinen Ursprung in der Antike, da man die Inseln um Delos angesiedelt sah. Viele von ihnen konzentrieren sich inzwischen ganz auf den Tourismus, achten allerdings darauf, den ursprünglichen Charakter nicht zu sehr zu verändern.

Die Landwirtschaft, der die Kykladen früher den Beinamen „Perlen von Hellas“ zu verdanken hatten, spielt nurmehr eine untergeordnete Rolle, bringt aber seit eh und je hervorragende Weine und Olvienöle hervor. Der Abbau von Marmor und Erzen sind weitere Wirtschaftszweige.

Die Gesamtfläche der Inselgruppe betrag rund 2572 Quadratkilometer. 111.000 Menschen leben auf den Kykladen. Inseln, die zur Gruppe der Kykladen gehören sind: Amorgos, Anafi, Andros, Antiparos, Antimilos, Delos, Folegandros, Gyaros, Ios, Kea, Kimolos, Kithnos, Makronisos, Milos, Mykonos, Naxos, Paros, Santorini, die Inseln der Caldera mit Aspronisi, Nea Kameni, Palea Kameni und Thirasia, Serifos, Sifnos, Sikinos, Syros und Tinos.

  • Amorgos
  • Anafi
  • Delos
  • Santorini
  • Ios
  • Milos
  • Mykonos
  • Naxos
  • Syros
  • Tinos

Kleine Ostkykladen

Sie gelten als Geheimtipp. Die kleinen Ostkykladen sind im Gegensatz zu anderen griechischen Inseln touristisch noch nicht weitergehend erschlossen und üben damit einen ganz besonderen Reiz aus.

Inzwischen werden die Inseln regelmäßig von Fähren angesteuert. Insgesamt sind es rund 30 Inseln und Riffe, die zur Inselgruppe gehören. Nur Donoússa, Epano Koufonissi, Iráklia und Schinoússa sind dauerhaft bewohnt. Lediglich 600 Menschen haben hier ihren Wohnsitz. 100 von ihnen leben auf Iraklia, einer 18 Quadratkilometer großen Insel, die sich mit einigen Übernachtungsmöglichkeiten langsam auch für den Fremdenverkehr rüstet. Schinoussa mit dem Hauptort Panagia ist gerade einmal 8,5 Quadratkilometer groß.

Auch Donoussa ist mit ihren 13 Quadratkilometern nicht wesentlich größer. Die Insel mit den meisten Einwohnern, insgesamt rund 270, ist Epano Koufonissi. Eine der wichtigsten Einnahmequellen auf allen Inseln der kleinen Ostkykladen ist und bleibt die spärliche Landwirtschaft, bei der die Viehhaltung an erster Stelle steht. Ebenso wichtig ist für die Einwohner der Fischfang.

  • Dodekanes
  • Astipalai
  • Kalymnos
  • Karpatos
  • Kastellorizo
  • Kos
  • Leros
  • Nisyros
  • Patmos
  • Rhodos

Euböa (Evia) Sporaden

Euböa, die zweitgrößte griechische Insel, liegt zwischen den südlichen und nördlichen Sporaden. 186.000 Menschen leben auf Euböa. Die Insel ist teilweise nur 37 Meter vom Festland entfernt und über zwei Brücken mit ihm verbunden. Ein Erdbeben soll die heutige Insel mit ihren 3657 Quadratkilometern einst abgetrennt haben.

In der Antike war Euböa ein wichtiges Handelszentrum. Hauptstadt der Insel ist Chalkis. Weitere Orte auf Euböa, das unter anderem für seine Walnüsse bekannt ist, sind Limni, Karistos, Kymi, Aidipsos und Aliveri. Ein Gebirgszug prägt die Insel. Höchster Berg ist der Dirphys mit 1745 Metern Höhe, es folgen der Ochi mit 1394 und der Pyxaria mit 1341 Metern.

Die Sporaden werden in zwei Gruppen geteilt. Die südlichen Sporaden, zu denen die Inseln der Dodekanes und die ägäischen Inseln gehören, und die nördlichen Sporaden. Sie werden auch magnesische Inseln genannt. Zählen zu den südlichen Sporaden rund 50 Inseln, sind es bei nördlichen etwa 80, darunter Alonissos, Skyros, Skopelos und Skiáthos. Lesbos, Kos und Rhodos sind die bekannteren Inseln der südlichen Sporaden.

  • Alonissos
  • Skyros

Saronische Inseln

Aigina, Angistri, Hydra, Methana, Poros, Salamis und Spetses gehören zu den saronischen Inseln. Sie liegen im Saronischen Golf, der seinen Namen dem mythischen König Saron zu verdanken hat.

Bei der Verfolgung einer Hirschkuh beim Psifäischen See ins Meer ertrank der König. Der saronische Golf und seine Umgebung mit Athen gelten als Wiege der europäischen Kultur. Zahlreiche Relikte aus antiker Zeit, darunter eine Vielzahl von Heiligtümern, Tempeln und Städten, bestimmen die Region. Sie sind heute beliebte Ausflugsziele, an denen teilweise Museen errichtet wurden. Geprägt ist der saronische Golf als Ausläufer des Kykladenbogens von Erdbeben und Vulkanausbrüchen, die zu tektonischen Veränderungen führen. Mit dem Golf von Korinth ist der Saronische Golf dank des Kanals von Korinth verbunden.

Vorher waren sie durch den Isthmus von Korinth getrennt. Die saronischen Inseln sind allesamt von Piräus aus mit der Fähre zu erreichen und haben sich mit Unterkünften und Ferienwohnungen auch auf den Zustrom von Touristen eingerichtet.

  • Aigina
  • Angistri
  • Hydra
  • Methana
  • Poros
  • Salamis
  • Spetses

Kreta

1.040 Kilometer Küstenlinie und eine Fläche von 8.331 Quadratkilometern machen Kreta zur größten griechischen Insel, auf der 600.000 Menschen beheimatet sind. Sie ist eine der beliebtesten und bekanntesten Urlaubsinseln des Landes.

Auch Zugvögel auf dem Weg Afrika nach genießen die Insel als Zwischenquartier auf ihrer Reise. Es gibt drei Flughäfen auf Kreta, die als eine der sonnigsten Inseln des Mittelmeers gilt. Gerade im Frühling bieten die vielen Blumen der äußerst artenreichen Flora einen prächtigen Anblick. Feinschmecker schätzen vor allem das auf Kreta hergestellte Olivenöl. Immerhin ist die Insel der größte Exporteur von Olivenöl in der EU. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die vielen archäologischen Stätten wie Lato, Mália, die Klöster Tóplou, Árkadi und Préveli sowie der minoische Palast von Knossos.

Die Imbros-Schlucht, der Kournas-See oder die Palmenstrände Preveli und Vai sind einige von der Natur geschaffene Ausflugsziele. Untergliedert ist Kreta in die vier Präfekturen Chania, Rethymnon, Iraklion und Lassithi, die ihrerseits in Landkreise unterteilt sind. Wann die Insel zum ersten Mal besiedelt war, darüber streiten sich die Gelehrten.