Olympia

Bekannt ist Olympia, heute beliebtes Ausflugsziel, vor allem für seine sportlichen Wettbewerbe, die seit 776 vor Christus nachweisbar sind und sich anfangs ganz aufs Laufen konzentrierten. Der Ort ist ein Zeus geweihtes Heiligtum, bei dem Archäologen weit mehr als nur ein Stadion fanden. Zentrum ist der Heilige Hain von Olympia, die Altis.



Hier sollen teilweise bis zu 69 Tempel und Altäre gestanden haben, um den Göttern Opfer darzubringen. Die heute bekannten Bauwerke entstanden im vierten Jahrhundert vor Christus, die Anlage selbst wird auf das 10. Jahrhundert vor Christus datiert. Zu den wichtigsten Stätten gehören der Heratempel, das Heraion, der Zeustempel und das Stadion. Der Heratempel aus der Zeit um 600 vor Christus wurde bereits knapp zweihundert Jahre später durch ein Erdbeben zerstört. Er war rund 50 mal 19 Meter groß und bestand aus einer Ringhalle, getragen von anfangs hölzernen, später steinernen Säulen.

Etwas größer, ebenfalls als Ringhallentempel angelegt, war der Bau zu Ehren Zeus. 64 mal 28 Meter maß er am Treppenansatz. Die Laufbahn des Stadions war rund 192 Meter lang. Auf den Graswällen um das Stadion konnten bis zu 45.000 Zuschauer das Geschehen verfolgen.