Mani
Der Mittelfinger der Peloponnes, Mani, gilt als besonders unwegsam und ist nur über Kalamáta und Gíthion zu erreichen. Unterteilt wird das vom 2400 Meer hohen Taygeto-Gebirge überragte Gebiet in die innere und die äußere Mani.
Viele Menschen haben die Gegend gerade deshalb zu ihrer Heimat gemacht, weil sie nur schlecht erreichbar ist. Sie suchten Schutz, nicht nur vor fremden Angreifern, sondern auch vor Kämpfen untereinander. Selbst Piraten schätzten die Abgeschiedenheit und die vielen Rückzugsmöglichkeiten in dem zerklüfteten Gebieten. So entstanden beinahe festungsartige Siedlungen, in denen in erster Linie stark befestigte Wohntürme gebaut wurden. Viele sind im Laufe der Jahre verfallen. Andere sind heute Ferienhäuser und Hotels, die einen ganz besonderen Urlaub versprechen.
Sehenswert sind in der Mani viele der Kirchen und Kapellen. Dabei erreichte das Christentum die Region erst im 9. Jahrhundert. Eine Besonderheit ist auch die Tropfsteinhöhle von Pírgos Diru. Sie kann mit Kähnen befahren werden. Der Fluss ist an einigen Stellen bis zu 300 Meter tief.