Epidaurus

Die Gegend um Epidaurus ist seit dem dritten Jahrtausend vor Christus besiedelt. Berühmtheit erlangte sie aufgrund des sehr gut erhaltenen Theaters als Bestandteil der dem Heilgott Asklepios gewidmeten Kultstätte.



Sind es heute kulturelle Interessen, die Menschen nach Epidaurus führen, wo in den Sommermonaten klassische Dramen aufgeführt werden, war es in der Antike der Wunsch nach Heilung. Um den heiligen Bezirk zu erreichen, mussten zuerst zwei Säulenhallen durchschritten werden, die Propyläen. Nach einer kultischen Reinigung und einem Opfer an Apollon, legten sich die Besucher zum Schlaf im Abaton. Das 21 mal 24 Meter große Gebäude ist das älteste der Anlage. Hier soll Asklepios den Menschen im Traum die richtige Heilmethode genannt haben, die von den Priestern schließlich umgesetzt wurde.

Untergebracht waren die Patienten im Gästehaus, das für 160 Menschen ausgelegt war. Das Theater diente der Unterhaltung und damit ebenfalls der Heilung. Der im dorischen Stil erbaute Tempel des Asklepios, die Tholos, deren Funktion bislang noch strittig ist, und das Stadion, in dem die Panhellenischen Spiele stattfanden, sind weitere Gebäude von Epidaurus.