Kavala

Erst durch griechische Aussiedler aus Kleinasien, die zum Ende griechisch-türkischen Krieges 1922 nach Kavala kamen, gewann die Stadt in der Provinz Makedonien an Bedeutung.



Sie trieben den Anbau, Verarbeitung und Verkauf von Tabak voran. Die Einwohnerzahl ist seither sprunghaft auf etwa 70.000 angestiegen und macht Kavala heute zur zweitgrößten Stadt in Nordgriechenland. Sie profitiert vor allem vom Haupthafen am ägäischen Meer, aber auch vom Tourismus. Gegründet wurde die Stadt als Neapolis, was übersetzt Neustadt heißt, später nannte man sie Christusstadt. Der jetzige Name Kavalla geht auf die Poststation und die dort eingesetzten Pferde, italienisch cavallo, zurück. Zu entdecken gibt es in der Hafenstadt, die seit 1998 Partnerstadt Nürnbergs ist, einiges.

Dazu gehören die steilen Gassen im alten Türkenviertel, das Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert, die im 15. Jahrhundert erbaute Marienkirche, das Geburtshaus des Gründers der letzten ägyptischen Königsdynastie, des Paschas Mehmet Ali, das Kastell sowie das ehemalige Alten- und Studentenheim.