Kulinarisches - Olivenöl
Die Göttin der Weisheit, Athene, pflanzte dem Mythos nach einst den ersten Ölbaum. Die Pflanze ist in vielen Ländern seit Jahrtausenden eines der wichtigsten Kulturgewächse. Alleine in Griechenland werden über 60 verschiedenen Olivensorten angebaut. In Kreta stand bereits 1600 vor Christus die erste Olivenpresse der Welt.
Der Vorteil der Frucht liegt in ihrer Vielseitigkeit. Sie ist zum einen essbar, zum anderen - und das ist der entscheidende Vorteil - gibt sie ein hervorragendes Öl. Es ist unabdingbarer Bestandteil der mediterranen Küche. In Griechenland liegen die Hauptanbaugebiete in der Peloponnes, auf Lesbos, Kreta und bei Kalamata. Das flüssige Gold, das früher in Amphoren aufbewahrt wurde, heute in Flaschen, schimmert mal grün, mal eher gelb, je nach verarbeiteter Sorte. Kaltgepresstes Olivenöl, bei dessen Verarbeitung nur Temperaturen von maximal 25 Grad erreicht werden dürfen, ist das beliebteste Öl.
Meist werden die Oliven spätestens einen Tag nach der Ernte verarbeitet, manchmal auch nur für den Eigenbedarf. Höchster Lohn für die Mühen ist eine der Auszeichnungen für Olivenöle, wie beispielsweise der Goldene Lion.