Kastelorizo und seine Herren
Offiziell heißt sie Megisti und damit „die Größte“. Dabei ist Kastelorizo die kleinste der zu den Dodekanes gehörenden Inseln – sie hat gerade einmal neun Quadratkilometer - und liegt zudem noch ein wenig abseits. Vielleicht ist genau das Grund für die bewegte Geschichte und die vielen Herren, die das Eiland in den vergangenen Jahrhunderten hatte.
Die ersten Siedler richteten sich bereits in der Antike auf Kastelorizo ein. Im 16. Jahrhundert übernahm das osmanische Reich die Herrschaft über die Insel und verhalf ihr zur riesigen Flotte. Daraus ergaben sich für die Bewohner eine Reihe wirtschaftlicher Privilegien. Mit dem Ersten Weltkrieg kamen die Franzosen, später die Italiener nach Kastelorizo. Es folgten die Briten, ehe die Insel wieder Griechenland zugeschlagen wurde. Viele der ehemaligen Bewohner, die umgesiedelt wurden, wären nach Kriegsende gerne nach Hause zurückgekehrt. Sie fanden allerdings kaum mehr einen Stein auf dem anderen vor. Jetzt leben nur 250 Menschen auf Kastelorizo.
Das hat dafür gesorgt, dass die Insel und vor allem die Hauptstadt ausgestorben wirkten. Vor 20 Jahren hat man damit begonnen, die Spuren der Vergangenheit weitgehend zu beseitigen und einen Neuanfang zu wagen. Dabei sprießen inzwischen auch erste zarte Triebe des Tourismus auf der Insel.














