Die Insel Ikaria gibt sich noch urig
Der Versuch, mit selbst gebastelten Flügeln dem Labyrinth des Minotaurus zu entfliehen, endete für Ikarus tödlich. Laut dem Mythos soll Dädalus das Grab für seinen Sohn auf der Insel Ikaria geschaffen haben, wo eine Bronzeplastik aus der Neuzeit an die Geschichte erinnert. Sie ist eine der wenigen Sehenswürdigkeiten auf der Insel, die vom Massentourismus noch weit entfernt ist.
Die ersten Bestrebungen, Ikaria auch für zahlende Gäste interessant zu machen, unternahm das Land in den 60er Jahren, als die ersten großen Reisewellen Richtung Griechenland schwappten. Damals wurde die Infrastruktur verbessert, allerdings nicht in ausreichendem Maße. Da es keinen internationalen Flughafen gibt, nur einen kleinen Inselflughafen, und die Insel Ikaria auch sonst nicht dem entspricht, was der Großteil der Touristen von einem Urlaubsziel erwartet, ist es eher ruhig.
Darin liegt der große Vorteil von einem Urlaub auf Ikaria. Für alle, die dem Rummel in Touristenzentren entgehen wollen, ist das Eiland ideal. Hier kann man ganz in Ruhe wandern und hat an den Stränden viel Platz für sich. Die Landschaft ist unberührt, die Menschen sind freundlich und statt auf Betonburgen trifft man auf urige landwirtschaftliche Anwesen. Schließlich leben viele Menschen auf Ikaria noch vom Vieh und dem, was sie anbauen.














