Griechenland kann noch nicht aufatmen
Von Entspannung kann in Griechenland nur insofern die Rede sein, als dass die letzten beiden großen Waldbrände einigermaßen unter Kontrolle sind. Aufatmen können die Helfer von Feuerwehr und Katastrophenschutz noch nicht. Für die nächsten Tage sind stärkere Winde vorhergesagt, die noch lodernde Flammen wieder anfachen könnten. Auch das Wetter in Griechenland spielt nicht mit. Es werden im Schnitt 32 Grad erwartet.
Bis Normalität eintritt, wird es Wochen, Monate, wenn nicht Jahre dauern. Die Schäden, die das Feuer innerhalb von rund einer Woche angerichtet hat, sind immens. 2.000 Häuser müssen renoviert oder neu aufgebaut werden. 200.000 Hektar Land sind nur noch Schutt und Asche. Selbst erfahrene Piloten der Bundeswehr, die mit Löschhubschraubern im Einsatz war, zeigten sich von den Ausmaßen der Waldbrände in Griechenland erschüttert. Die traurige Statistik nennt zudem 65 Todesopfer, die den Flammen nicht entkommen konnten.
Die Folgen der Katastrophe haben das Vertrauen in die Regierung und den Zivilschutz erschüttert. Vielerorts wurde zu spät reagiert. Immerhin haben es die Einsatzkräfte geschafft, die Sehenswürdigkeiten unter anderem auf der Peloponnes sowie die antiken Stätten bei Sparta vor größeren Schäden zu bewahren. Für den Wiederaufbau haben die EU und ihre Mitgliedsstaaten Hilfe zugesagt. Die größten Probleme werden laut Bundesumweltminister Sigmar Gabriel jetzt die Bodenerosion und der akute Wassermangel sein.














