Delos ist eine Fundgrube nicht nur für Forscher
Einem Mythos nach ist die Kykladen-Insel Delos mit vier diamantenen Säulen am Meeresgrund befestigt. Hier soll Leto Apollon zur Welt gebracht haben. Damit wurde die nur 3,5 Quadratkilometer große Insel eines der wichtigsten Heiligtümer im antiken Griechenland und beschäftigt noch heute die Wissenschaft.
Seit 1872 finden auf der griechischen Insel Ausgrabungen statt. Hier finden sich fast überall Ruinen, von denen das Apollonheiligtum die wichtigste Sehenswürdigkeit ist, die Jahr für Jahr tausende Urlauber nach Delos lockt. Betrachtet man die karge, nur von wenigen Menschen bewohnte Insel heute, kann man sich kaum vorstellen, dass sie einst das Zentrum der Kykladen war, in kultureller wie in wirtschaftlicher Hinsicht. Das hat sie neben dem Status als heilige Stätte vor allem ihre Lage zu verdanken, die als strategisch günstig gilt.
Den kulturhistorischen Wert der Insel Delos würdigte die UNESCO im Jahr 2000 mit der Erklärung zum Weltkulturerbe. Die Forschungen auf dem kleinen Eiland erstrecken sich über alle Bauwerke. Im Zentrum steht dabei nach wie vor der Tempel des Apollon. Es soll sich um einen dorischen Bau gehandelt haben, knapp 30 Meter lang und 13,5 Meter breit. Als ganz besonders gilt einer der Altäre. Er wurde komplett aus Stierhörnern erbaut, den Symbolen des Lichts.














