Tierschutz in Griechenland erfordert viel Geduld und Engagement


Alte Hunde, die ihren Pflichten nicht mehr nachkommen können, werden getötet. Welpen, um die sich niemand kümmern möchte, landen in verschlossenen Pappschachteln irgendwo an der Straße. Hunde, die einfach nur vertrieben werden, streunen und vegetieren vor sich hin. Der Tierschutz in Griechenland steht vor schweren Aufgaben, nicht nur, wenn es um Hunde geht.

Das Bild, das sich Tierschützern bietet, ist nahezu überall im Land gleich, ob nun in Großstädten, auf dem Land oder auf den Inseln. Tierschutz in Griechenland heißt für viele Vereine deshalb, sich auf eine Region zu konzentrieren und hier aktiv zu werden. Das mündet nicht selten in Fördervereinen oder kleinen Tierheimen, die sich der geschundenen Geschöpfe annehmen oder ihnen zumindest das Leben auf der Straße erleichtern.


Typische Aufgaben für den Tierschutz in Griechenland sind Impfungen und Kastrationskampagnen. Nur so lassen sich die Verbreitung von Krankheiten und eine unkontrollierte Vermehrung der ohnehin schon geschwächten Tiere vermeiden. Der größte Erfolg für die Tierschützer in Griechenland dürfte es allerdings sein, wenn sie ihre Schützlinge vermitteln können, unter anderem nach Deutschland. Gerne gesehen werden die Aktionen der Tierschützer nicht überall, aber davon lassen sie sich nicht abschrecken.

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2 Reaktionen zu “Tierschutz in Griechenland erfordert viel Geduld und Engagement”

  1. Marlene Bach

    Hallo Tierfreunde,
    der Umgang mit den Tieren in GR im allgemeinen verleidet mir den Aufenthalt sehr! Dabei bin ich seit vielen Jahren mit einem Griechen verheiratet, aber wir leben in D.
    Angefahrener oder sonst blessierter Hund am Straßenrand - in der Nähe von Patras. Das Tier lebt. Mein Mann weigert sich anzuhalten und zu helfen…er hat Schmerzen und wird beißen, das ganze Blut im Auto, wo sollen wir damit hin?, in unsere Wohnung in Patras kommt er nicht, was willst du damit hinterher tun….Meine Argumente, dass man einer notleidenden Kreatur helfen muss, prallen ab, dass das Tier dort in der Sonne liegt, sich niemand um es kümmert, prallen ab. Ich werde den Anblick und meine Ohnmacht nicht vergessen können.
    Ich bin hier hilf- und machtlos, keine Behörde, die sich kümmert, kein Tierheim….
    Dabei haben wir vor 14 Jahren einen kleinen Hund, der sich hier zu uns gesellte, aufgenommen und noch immer bei uns.

    Wenn ich wenigstens in einer solchen Situation ein solch armes Tier schnell ins Jenseits befördern könnte!
    Dann noch die kleinen Katzen, die zum Spielball von Kindern werden, zu Tode gequält werden, von einem Zigeunerjungen mit Luftgewehr erschossen werden….keine Behörde schreitet ein, auch die Erwachsenen nehmen das alles hin.
    Es gibt zwar einige Tierfreunde, die diese Tiere füttern, ich freue mich auch immer, wenn ich noch einige vom Vorjahr wiedertreffe. Sie kennen mich immer noch und kommen gelaufen, weil ich immer Futter für sie habe.

    Jedenfalls bin ich seit Tagen nun mit dem letzten ‘Fall’ in Gedanken beschäftigt….

    Mit freundlichen Grüßen
    Marlene Bach

  2. Silvia Lanzki

    Hallo Tierfreunde!!!

    Ich möchte mich dem Kommentar von Frau Bach anschließen. Das Tierelend in Griechenland erfüllt auch mich mit tiefem Frust. So gerne ich auf einer der schönen Inseln meinen Urlaub verbringe, so sehr leide ich unter der schwierigen Situation für die Tiere. D. h. so richtig kann ich den Urlaub nicht mehr genießen. Man kann natürlich diese Urlaubsziele meiden, aber damit werden die Probleme für die Tiere auch nicht gelöst. Ich habe große Hochachtung vor den Menschen, die sich mit ganz viel Einsatz und Energie dem Tierschutz verschrieben haben. Obwohl sie es schwer haben, geben sie nicht auf und jedes gerettete Tierleben ist ein kleiner Erfolg. Ich bin inzwischen Mitglied bei den Tierfreunden Kreta, um wenigstens einen kleinen Beitrag leisten zu können.
    In diesem Sommer fliegen wir nach Lesbos. Die Insel ist wirklich wunderschön, aber als wir vor zwei Jahren dort waren, gab es wirklich ganz viele streunende Tiere, vor allem Katzen. In unserem Hotel waren ca. 10 Katzenwelpen, die vom Kellner getreten wurden. Es war wie ein Schock. Wir haben dann zwei Katzenbabies mit nach Hause genommen und die beiden Tiere wurden unser großes Glück. Um in diesem Jahr besser vorbereitet zu sein, suche ich im Internet verzweifelt nach einer Tierschutzorganisation auf Lesbos, bin aber noch nicht fündig geworden. Vielleicht kann mir jemand helfen.
    Schöne Grüße
    Silvia

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