Lesbos in Griechenland als Namensgeber der Liebe unter Frauen
Lesbos in Griechenland, jene Insel in der Ägäis, hat der lesbischen Liebe ihren Namen gegeben. Grund dafür sind die Werke der antiken griechischen Dichterin Sappho, die um 570 vor Christus verstarb und in der Inselhauptstadt Mytilene lebte. Es war zu ihrer Zeit eines der Zentren für Kultur. Viel ist nicht von der Arbeit der Dichterin übrig geblieben Nur rund sieben Prozent sind der Nachwelt erhalten.
Sappho genoss bereits zu ihrer Zeit einen hervorragenden Ruf und wird von Wissenschaftlern inzwischen als bedeutendste Lyrikerin der Antike bezeichnet. Noch immer werden Werke von ihr gefunden. 2004 entdeckte man auf einer Mumienkartonage Teile eines ihrer Gedichte. Viele Werke der Künstlerin, die dem Kanon der neun Lyriker angehörte, weisen deutliche homoerotische Züge auf, die sich vor allem mit der Liebe unter Frauen beschäftigen.
Für die Zeit, in der Sappho lebte, war das keine Besonderheit. Denn weibliche Homosexualität gehörte in Griechenland zum Leben und war sogar Teil der Erziehung. Allerdings stand sie der Liebe unter Männern nach, auch gesellschaftlich betrachtet. Sappho schuf durch ihr Wirken auf der Insel Lesbos in Griechenland den Begriff lesbisch. Sapphisch, ein Begriff gleicher Bedeutung, wird heute eher selten benutzt.














