Antike und Mythologie in Griechenland 2017-06-18T13:38:45+00:00

Griechenland, das Land der Götter und Mythen ist aber nicht nur für Griechenland Reisen interessant, um Urlaub zu machen oder die zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Die Antike spielt auch heute noch in vielen Bereichen des Lebens, von der Bildung bis zur Unterhaltung, eine große Rolle. Geschichten und Mythen dienen als Vorlagen für aufwändige Kinofilme oder Fernsehmehrteiler. In der Schule werden mathematische Formeln griechischer Wissenschaftler unterrichtet und Diskurse über die philosophischen Abhandlungen der Gelehrten geführt.

Politische Systeme, Staatsmänner und Feldzüge sind Bestandteil des Studiums der alten Geschichte und finden sich auch im normalen Schulunterricht wieder. Aristoteles und Herodot, Pythagoras und Euklid sind nur wenige Namen der griechischen Geschichte, die nicht an Aktualität verloren haben.

Gleiches gilt für die Mythen und Götter. Ob nun Göttervater Zeus, Herr über Donner und Blitz, und sein Götterbote Hermes, die Helden Odysseus und Herakles oder die vielen Gestalten, mal halb Mensch, halb Tier, mal mit Schlangen auf dem Kopf, mal gut, mal böse – sie alle haben ihren festen Platz in der Mythologie, deren Geschichten lange nicht an Spannung verloren haben.

Helden

Odysseus war es, der die Idee zum trojanischen Pferd hatte, der sich und seine Getreuen aus der Gefangenschaft des Zyklopen befreite und nach langer Irrfahrt wieder zu seiner Frau Penelope fand. Seine Geschichten, die schon Homer niederschrieb und die mehrfach verfilmt wurden, sind nur ein Teil der Heldensagen Griechenlands.

In der Mythologie des Landes gibt es viele Heroen, die sich durch Tapferkeit, List und Stärke auszeichnen. Zu ihnen zählen Odysseus, Theseus, Herakles, Achilleus – besser bekannt als Achilles – und Perseus. Auch ihre Heldentaten wurden für die Nachwelt festgehalten. Theseus erlegte den marathonischen Stier, bezwang die Amazonen und vertrieb die Zentauren. Herakles, Sohn des Zeus und der Alkmene, erlegte unter anderem den nemeischen Löwen, fing den kretischen Stier und pflückte die goldenen Äpfel der Hesperiden.

Auch Perseus, vom König von Argos als Kind in einer Kiste auf dem Meer ausgesetzt, musste sich beweisen. Er überlistete die Medusa mit Hilfe eines Spiegels, den ihm Zeus´ Tochter, Pallas Athene, reichte. Über Achilleus heißt es, er wurde von seiner Mutter mit dem Wasser des Flusses Styx unverwundbar gemacht, mit Ausnahme jener Stelle an seiner Ferse.

Götter

Im großen Reigen der griechischen Gottheiten nehmen die olympischen Götter eine herausragende Stellung ein und sind als Hauptgötter auch weithin bekannt. Der Sohn von Kronos und Rhea, Zeus, steht als Götterväter an erster Stelle.

Mit ihm auf dem Olymp sind die Göttin der Liebe und Schönheit, Aphrodidte, der Gott des Frühlings, des Lichts, der Sittlichkeit und der Künste, Apollon, der Kriegsgott Ares, die Göttin der Jagd, des Wachstums und der Geburt, Artemis, Athene als Göttin der Weisheit, Wissenschaften, Web- und Zimmerkunst, die Göttin der Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten, Demeter, als Gott des Weines Dionysos, die Göttin der Zwietracht, Eris, Hades als Gott der Toten und der Unterwelt, der Gott des Feuers und der Schmiede, Hepheistos, Hera als Göttin der Ehe, Hermes als Götterbote, Hestia als Göttin des Feuers und der Gott des Meeres, Poseidon.

Neben ihnen sind in der griechischen Mythologie noch Schöpfungsgötter wie Chaos, Eros und Nyx bekannt, ebenso eine Vielzahl weiterer Götter und Halbgötter, darunter Acheloos, Plutos und Morpheus.

mythische Wesen

Die Liste der Wesen, Ungeheuer und Tiere in der griechischen Mythologie ist lang. Da wären die Erinyen, das Pendant zu den römischen Furien, mit Alekto, Megeira und Tisiphone. Sie sollen wie die Gorgonen Stheno, Euryale und Medusa einen Kopf mit Schlangenhaaren gehabt haben. Erheblich gütlicher gesinnt waren die Musen als Schützgöttinnen der Künste.

Sie hießen Erato, Euterpe, Kalliope, Klio, Melpomene, Polyhymnia, Terpischore, Thalia und Urania. Die Nymphen waren Naturgeister, die als Wasser-, Wald- und Baumnymphen, Berg-, Grotten- und Höhlennymphen, Wiesen-, Tal-, Fluss-, Meer- und Regennymphen auftraten. Die Zyklopen, einäugige Riesen, sind durch Odysseus bekannt geworden.

Zeus befreite sie einst, dafür gaben sie ihm Blitz und Donner, und kämpften mit ihm gegen die Titanen. Pan, das geflügelte Pferd Pegasos, Androgynes, Charybdis, Gryhus, Harpyien, der aus den Flammen auferstehende Phönix, Satyr, die Sirenen, der Minotaurus, jene Gestalt mit dem Körper eines Mensches und dem Kopf eines Stieres, Hydra, Zelos und Zentaur sind nur einige der weiteren mythischen Wesen.

Persönlichkeiten

Geschichte, Politik, Philosophie und Mathematik sind nur einige Bereiche, in denen Persönlichkeiten der griechischen Antike ihren festen Platz haben. Jeder Schüler kennt den „Satz des Pythagoras“. Dabei war Pythagoras nicht nur in der Mathematik aktiv, sondern zeichnete sich durch das nach ihm benannte „Pythagoreische Komma“ auch in der Musik aus.

Eines der ersten Bücher, in denen das Wissen um Zahlen und Geometrie zusammengefasst wurde, stammt von Euklid von Alexandria, der 365 vor Christus geboren wurde. Überhaupt sind es vor allem die Schriftsteller, ob Lyriker oder Philosophen, deren Werke auch heute noch diskutiert werden. Bekannt ist vor allem Homer mit der Ilias und der Odyssee.

Weitere Namen aus der griechischen Literatur sind Hesiod, Alkaios, Sappho. Anekreon, Thales von Milet, Heraklid von Ephesos, Herodot und Sokrates. Aus Makedonien, heute griechische Provinz, stammt einer der berühmtesten Staatsmänner: Alexander der Große. Mit seinen Feldzügen vergrößerte er sein Reich erheblich. Das Zeitalter des Hellenismus begann an dem Tag, als der Thron bestieg.